Rezensionen:

Märkische Volksstimme, 19.Juni 1986
von Regina Scheer

"Unmittelbar nach 'und am Ende DAS KONZERT' produzierte Joachim Tschirner den 'Minoischen Frieden', einen kurzen, eindringlichen Streifen. Der Palast von Knossos wird gezeigt und kommentiert, dieses über 3000 Jahre alte steinerne Zeugnis der ältesten Hochkultur Europas. Man wird mit der Schönheit konfrontiert, mit der von Menschen geschaffenen zweckmäßigen Schönheit - und mit ihrer Vergänglichkeit. Im Vor- und Abspann sehen wir den Palast von Knossos als seltsam unterkühlte Grafik entstehen, von einem Computer ausgeführt. Man assoziiert die Bedrohung des Menschlichen durch vom Menschen abgelöste, gegen seine natürlichen Interessen verwendete Technik, die es aufzuhalten gilt. Der Regisseur Joachim Tschirner hat seine Sprache gefunden. Die Kameramänner... waren ihm gleichwertige Partner bei diesen Filmen, ebenso wie die Schnittmeisterin Karin Schöning und der Mischtonmeister Peter Dienst."